Eingriff ins Gehirn – wie wir durch Freimaurerei lernen
Lebenslanges Lernen ist heute in aller Munde, denn wissenschaftlicher Fortschritt, neue Technologien und veränderte (Arbeits-)Welten verlangen ständige Anpassungen unserer Kenntnisse und unseres Handelns. Dennoch fragt Bob Blume, Bildungsinfluencer und Lehrer, in seinem neuen Buch: “Warum noch lernen?” Gerade in Zeiten von KI, Krisen und sozialer Ungerechtigkeit überrascht die Frage.
Lernen bedeutete Umgruppierung und Neubildung von Nervenverknüpfungen im Gehirn, die Erweiterung und Verdichtung unserer neuronalen Netze, die Weiterentwicklung unserer Gedächtnislandkarten. Antje und Barbara diskutieren in dieser Folge Aus der Bauhütte, wo und wann es Lernanlässe in der Loge und in der Auseinandersetzung mit freimaurerischen Themen gibt, dass Schwestern eine Haltung zeigen, mit der sie sich gegenseitig einladen, ermutigen und inspirieren zu denken, dass die Loge ein Ort des persönliches Wachstum durch Wissenserwerb und Erfahrungslernen sein kann. Eine besondere Bedeutung nimmt in diesen Lernprozessen das freimaurerische Ritual ein. Es arbeitet, obwohl grundsätzlich bereits mehr als 300 Jahre alt, mit einer Technik, die heute die Kognitionswissenschaft „verkörperlichte Kognition“ nennt.
Im freimaurerischen Ritual wird diese Form des Lernens besonders erfolgreich bedient, da für abstrakte Begriffe Symbole gefunden wurden, die gleichzeitig ein Bild und eine bekannte Erfahrung aufrufen. Zusätzlich werden sie in einem Dialog mit Handlung verknüpft, wodurch neben dem sensorischen (visuell/akustisch) Nervensystem auch das motorische System aktiviert wird.
Tipp (wie in der Folge erwähnt):
- Bob Blume: Warum noch lernen? (Mosaik, 2024)