Freimaurerische Werkzeuge – das Senkblei
Was haben ein Schriftsteller vom Mississippi, ein Prophet aus dem achten Jahrhundert vor Christus und zwei Freimaurerinnen gemeinsam?
Mit dieser Frage steigen Antje und Barbara in die neue Folge Aus der Bauhütte – der Freimaurerinnenpodcast ein und sprechen diesmal über ein zentrales freimaurerisches Arbeitswerkzeug, das Senkblei. Ein Senkblei ist im Grunde denkbar simpel: ein Gewicht, meist aus Blei, an einer Schnur befestigt. Man hält die Schnur oben fest, lässt das Gewicht frei hängen, und nach kurzer Zeit es stellt sich exakt senkrecht ein – die Schwerkraft übernimmt die gesamte Präzisionsarbeit.
In der Oktober-Folge folgen die Podcasterinnen der Spur von der Handwerksgeschichte, über eine Bibelstelle, in der Amos und Jesaja das Lot als Maß für Recht und Gerechtigkeit nutzen, und weiter bis zu den Lotsen der Flussschifffahrt. Dabei erfahren wir, was Mark Twain mit dem Lot zu tun hat und warum der „Lotse“ trotz des Klanggleichheit sprachlich nichts mit ihm zu tun hat.
Natürlich erläutern sie auch, was das Senkblei in der Loge bedeutet: Aufrichtigkeit und Gleichheit sind nur zwei Facetten dieses reichhaltigen Symbols. Das Senkblei zeigt nicht, wie etwas sein soll, sondern wie es tatsächlich ist.
Damit ist es ein wertvolles Werkzeug der Gegenwart, denn es kann uns sehr deutlich zeigen, wo die Welt gerade aus dem Lot geraten ist, und wo wir selbst das Lot nicht anlegen, obwohl wir es könnten. Außerdem wird erörtert, wann das Lot im Alltag hilft – im Streit, beim ehrlichen Feedback oder in der Krise. Und warum „im Lot sein“ nicht bedeutet, fehlerfrei zu sein.

